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Fiat 500 und Abarth 500 => 500 - Technik => Thema gestartet von: häuslebauer am 28.07.2009, 12:36

Titel: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: häuslebauer am 28.07.2009, 12:36
Hallo!

Mir ist aufgefallen, dass bei meinem Fünfi das ABS recht schnell anspricht. Soll heißen, wenn ich z.B. auf eine Kreuzung zufahre und etwas stärker bremse, weil ich da abbiegen will, spricht das ABS schon an, sobald ich am Lenkrad drehe, das kurveninnere Rad also etwas entlastet wird. Aber von einer Vollbremsung bin ich da noch weit entfernt. Noch nicht mal der Warnblinker geht dabei an  ;)
Es stört mich ja auch nicht, so weiß ich wenigstens, dass das ABS funktioniert. Aber von anderen Autos bin ich dieses empfindliche Verhalten bei unverändertem Fahrstil halt nicht gewöhnt.

Wie ist das bei euch?

Alex
Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: Drache am 28.07.2009, 12:45
Genauso. Selbst wenn ich nur etwas stärker bremse, weil vor mir überraschend gebremst wird, merke ich das ABS (ganz leicht). Wobei nichts kam, als ich einmal absichtlich voll auf die Bremse gelatscht bin, um das ABS zu aktivieren. Kann aber am Straßenbelag gelegen haben... Bei der ersten Fahrt mit dem Fünfi habe ich - weil mir einer die Vorfahrt aus einem Feldweg heraus genommen hat - die Funktion Warnblinker in Verbindung mit starkem Bremsen gespürt (auf nasser Fahrbahn). Seitdem vertraue ich dem Fünfi total. Und ob das jetzt am Sportfahrwerk oder am ESP liegt, der Kleine saust um die Ecken wie ein Go-Kart.
Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: jojo9696 am 28.07.2009, 13:27
Hmmm ...  :denk:
Ist mir bei meiner Probefahrt nicht aufgefallen.
Ich habe auch kein ESP gemerkt,  :plemplem: oh man der Diesel hatte ja keines.

Entweder bin ich da nicht stark genug auf die Bremse getreten oder das Ding hat nicht funktioniert.

Und beim 1,4 Sport ist mir auch kein ABS oder das ESP aufgefallen, da haben nur die Reifen gequitsch wie ich die Autobahneinfahrt runter bin. ;D
Der braucht dringen ein Gewindefahrwerk  8)

 :denk: :denk: :denk:
Ne könnte ich so nicht sagen, dass das ABS recht schnell anspricht.

Ich hatte den Eindruck dass die Bremse doch ganz gut geht und dass man nicht wie ein Stier drauf treten muß, dass der
Wagen zum stehen kommt, im Vergleich zu meinem noch Twingo  ;)

Das kann ich ja ab September, dann noch mal ausführlicher testen.
Da soll er dann kommen, der Fünfi   ;D  :sm9: :sm9:

Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: Kaffeetrinker am 28.07.2009, 19:48
Das das ABS von dem Fünfi 'zu früh' anspricht kann ich auch nicht behaupten. Ich habe es so bei genauerem Überlegen beim 5i noch gar nicht gespürt. Da hatte ich bei meinem Reiskocher davor ganz andere Erfahrungen gemacht. Aber ich behandel meine Kleine ja auch gut ;-). Liegt das evtl. an der Version? Ich habe ein 1.4 Sport.

kaffeetrinkende Grüße
Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: chain am 28.07.2009, 20:11
Also meiner klebt mit den 195 Conti an der Straße und ABS kenne nur im Regen / Winter.
Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: stefanb155 am 28.07.2009, 20:42
Ich spüre schon öfter das ABS werkeln wenn ich flott unterwegs bin.
Wird daran liegen dass der 500 hinten ganz schön leicht wird beim Bremsen, da muss halt das ABS hinten schon recht früh eingreifen.
Ist aber nur schwach zu spüren, um auf trockener Strasse an allen Rädern das ABS richtig auszulösen muss man schon richtig fest in die Eisen.


Bei mir regelt manchmal das ABS kurz wenn ich aus der Tiefgareage rausfahre, ich fahre die Ausfahrt hoch (recht steil) und oben an der Kuppe muss ich bremsen um zu gucken ob die Strasse frei ist.
Obwohl ich nur ganz leicht bremse spüre ich öfter mal wie ganz kurz und leicht das ABS regelt ???

Dachte die ersten paar mal das war etwas Flugrost auf den Bremsen (fühlt sich ja beim 1. mal Bremsen am Pedal ähnlich an wie ABS-Eingriff) aber das passiert auch im Sommer wenn es tagelang trocken war.

Ich vermute mal die Kuppe verwirrt irgendwie das ABS oder ESP.  :denk:
Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: Ac1de am 28.07.2009, 20:49
Das ABS vom Fünfi ist schon ein recht neues, da spürt man das Rattern im Pedal von den Druckregelungen nicht so schnell wie bei alten Autos, wo ABS noch mechanisch oder nur rudimentär elektronisch geregelt wird. Was heute als ABS verkauft wird, ist was komplett anderes, was noch vor 10 Jahren als ABS verkauft wurde.

Finde aber auch, dass es recht früh anspricht, und wenn man es heftig fordert (bergab mit Dampf und ruppiger Fahrbahnoberfläche), dann spürt man den Druckabbau deutlich im Pedal, man fällt mit dem Pedal fast durch. Bin aber trotzdem erstaunt, dass die Kiste sich ohne ESP mit dem kurzen Radstand wieder einfängt. Glaube, dass das CBC da auch eine Rolle spielt, die Spur wieder zu stabilisieren...
Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: Drache am 28.07.2009, 20:58
Obwohl ich nur ganz leicht bremse spüre ich öfter mal wie ganz kurz und leicht das ABS regelt ???

Das Gefühl kenne ich. Ich dachte erst, es stimmt was nicht mit den Bremsen, die lassen nach, sind kaputt udgl. Aber irgendwann kam mir der Gedanke, dass es das ABS sein muss.
Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: Bella Ragazza am 28.07.2009, 21:19
Ich meine es war Winter - auf jeden Fall mit 185er/15'' Winterreifen - da hab ich auf trockener Straße und 30km/h in einer 30er Zone das ABS ganz zum Anfang des Bremsvorgangs zum Rattern gebracht. Da musste ich reflexartig voll in die Eisen gehen. Das Auto hat es nicht mal geschafft beim Bremsen vorne runter zu gehen.
Das hatte ich nicht nur einmal - nur so doll bremst man ja an der Kreuzung nicht.

Beim neueren Smart hat man sogar das Rattern am Bremspedal eliminiert, wenn man sich in eine Kurve bremste. Normale ABS-Bremsvorgänge sind weiterhin spürbar.
Mein damaliges 02er Modell hat noch schön gerattert und ich war Dankbar über die dezenten Kritik an einem zu offensiven (Kurven)Fahrstil.

Offensichtlich hat Fiat genau das nicht getan / tun lassen. So weit ich weis, ist es auch nicht unbedingt das blockierende Rad, welches das ABS-Rubbeln auslöst. Vielmehr ist es das "Wissen das ABS", dass verhindern möchte, dass die kurveninneren Räder bei stärkerer Bremsung blockieren könnten.
Blöder Weise würden blockierende Räder an der Innenseite der Kurve eine Drehung des Autos aus der Kurve heraufbeschwören.
Aus diesem Grund muss man die kurveninneren Räder vorsichtiger abbremsen, sobald man die Kurvenfahrt mit Bremsung - und der drohenden Gefahr einer Blockierung - erkennt.
Die drohende Gefahr kann man je nach Aufbau mit Querbeschleunigungssensor/Lenkwinkelsensor (teuer) und ner Menge mehr KnoffHoff (z.B. Art des Bremsdruckaufbaus durch den Fahrer am Pedal) usw. berechnen.
Jedenfalls geht das vorsichtige Abbremsen der kurveninneren Räder geht sehr gut mit gepulstem Bremsdruck. So wie beim "echten"/notwendigen ABS-Einsatz halt auch.
Wenn es also bei Kurvenfahrt rattert, ist man meist noch nicht an dem Punkt, wo die Reifen die Haftung verlieren, sondern man bremst sie vorausschauend vorsichtiger ab.
Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: Drache am 28.07.2009, 21:22
Hört sich unheimlich gut an. Jetzt bitte die Kurzfassung für Blonde...  :denk:
Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: stefanb155 am 28.07.2009, 21:45
Zitat
Blöder Weise würden blockierende Räder an der Innenseite der Kurve eine Drehung des Autos aus der Kurve heraufbeschwören.

Ich weis nicht, genau dass macht ja das ESP damit du NICHT gerade aus der Kurve fliegst (das hintere kurveninnere Rad abbremsen) sondern dich mehr in die Kurve reindrehst.


Ich vermute weiter es liegt daran dass ein Rad zu "leicht" wird und deswegen das ABS sehr früh eingreift damit es nicht blockiert.

In Kurven wird das innere Hinterrad ja sehr leicht (wenn man das Auto richtig in eine Kurve reinschmeisst ist ja das Rad sogar manchmal etwas in der Luft)
wenn man dann in dem Momant bremst wir da ABS natürlich sofort an dem Rad regeln.


Ich vermute sowas passiert auch bei mir an der Ausfahrt, wenn ich über die Kuppe fahre und dabei ja schon auf die Strasse einbiege sind die Vorderräder und das äussere Hinterrad schon auf der ebenen Strasse, das innere Hinterrad ist aber noch auf der steilen Auffahrt und somit vielleicht schon fast in der Luft, da würde dann das kleinst bremsen reichen damit es blockiert und schon regelt das ABS kurz.


Wenn man schlagartig auf die Bremse springt regelt das ABS auch sehr schnell (das schafft man auch in der 30er Zone) , wenn man den Bremsdruck langsam erhöht kann man viel stärker Bremsen.
Ist aber auch völlig normal, jeder Motorradfahrer kennt das und weis dass es eine schei... Idee ist sehr schnell an der Bremse zu ziehen  :nenene:.

Wenn ich schlagartig bremse kann sich das Gewicht nicht schnell genug nach vorne verlagern und die Räder blockieren sofort = ABS regelt wieder.
Gehe ich "langsam" aufs Pedal geht das Auto vorne nieder, mehr Gewicht ist vorne und die Räder können mehr "bremsen" ohne zu blockieren.
Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: Bella Ragazza am 28.07.2009, 21:49
Kurzfassung:

Vorbeugen ist besser als Heilen.



Warum aufwändig das Blockieren eines Rades verhindern (Bremse lösen müssen, weil das Rad blockiert), wenn man das Blockieren allein durch vorsichtiges Abbremsen des blockiergefährdeten Rades verhindern kann.

Und allein das vorsichtige Abbremsen des blockiergefährdeten/ bald blockierenden Rades erzeugt das pulsieren im Bremspedal.
Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: jojo9696 am 28.07.2009, 21:52
Man bremst nicht in einer Kurve  :wall:
Das Auto geht sonst nur gerade aus der Kurve raus.

Da muß man halt etwas energischer am Lenkrad ziehen, wenn die kurve enger wird.

Und wenn der das Haxerl hebt, sprich das Rad verliert bodenkontakt, dann ist das aber bei dem kleinen Auto schon arg.
Da hilft nur ein besseres Fahrwerk, oder langsammer fahren  ;D
Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: Drache am 28.07.2009, 21:55
 :thumbsup: Genauso. Das ist auch das, was ich vom Motorradfahren her kenne. Und dort habe ich die Möglichkeit, Vorder- und Fußbremse getrennt einzusetzen.

Vor allem frage ich mich, wie ich, wenn ich einen Bremshebel für alle Räder zur Verfügung habe, Einfluss nehmen soll auf eins der vier Räder....  :denk:
Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: Bella Ragazza am 28.07.2009, 22:01
@stefanb155

Nö, ich spreche im Moment ausschließlich von Autos ohne ESP und ohne, dass das Bein gehoben wird. Ein angehobenes Bein wird sicher ein Fall wo die Blockierung verhindert werden muss.
Den Eingriff den ich beschreibe, bekommt man deutlich vor dem Verlust der Haftung.
Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: Bella Ragazza am 28.07.2009, 22:07
Man bremst nicht in einer Kurve  :wall:
Das Auto geht sonst nur gerade aus der Kurve raus.

Da muß man halt etwas energischer am Lenkrad ziehen, wenn die kurve enger wird.

Wenn aber in der Kurve was steht, bremst du vor und noch in der Kurve. Das ist das tolle am Auto und nicht umsonst entschärft es manch zu schnellen Motoradfahrer. Verschätzen ist Menschlich...

Spaß bei Seite:

Fahrt mit dem Hüpfer auf abgesperrter Strecke, bremst gefühlvoll und lenkt vorsichtig ein. Das ist alles jenseits vom Haftungsverlust, Bein heben oder Geradeausfahren. Das Pedal wird pulsieren...

Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: stefanb155 am 28.07.2009, 22:08
Zitat
Das Auto geht sonst nur gerade aus der Kurve raus
Nicht wenn's ABS hat !
Man kann dann zwar nicht mehr so gut lenken wie ohne bremsen aber es geht noch recht gut.



Zitat
Warum aufwändig das Blockieren eines Rades verhindern (Bremse lösen müssen, weil das Rad blockiert), wenn man das Blockieren allein durch vorsichtiges Abbremsen des blockiergefährdeten Rades verhindern kann.

Und allein das vorsichtige Abbremsen des blockiergefährdeten/ bald blockierenden Rades erzeugt das pulsieren im Bremspedal.
Möglich, ich weis auch nicht wie intelligent so ein ABS heutzutage ist. Ob es wirklich schon regelt bevor ein Rad beginnt zu blockieren oder ob es erst regelt wenn es ab der Raddrehzahl sieht das sich ein Rad zu langsam/nicht mehr dreht.

Ich hatte halt noch das Glück ein Auto ohne Abs zu fahren (Alfa 155),mit dem konnte man das alle super ausprobieren.
Schnell auf die bremse hüpfen = Räder blockieren sofort, auf dem trockenen noch OK, im nassen richtig schei.... (rutschpartie ohne viel langsamer zu werden).
Bremsdruck "langsam" erhöhen = Räder blockieren erst wenn man fast mit all seinem Gewicht am Pedal steht.
Wenn man fest in eine Kurve reinbremst blockiert als erstes das hintere innere Rad.


Deswegen finde ich es irgendwie schade dass man ABS/ESP nicht abschalten kann, es wäre nicht schlecht wenn jeder mal erfahren könnte warum es das ganze Zeug gibt und warum es wann was macht.
In passender Umgebung natürlich, aber das wird dem Autofahrer nicht zugetraut dass er das entscheiden kann wo man mal etwas spielen/probieren kann und wo nicht.



Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: stefanb155 am 28.07.2009, 22:15
Zitat
Und wenn der das Haxerl hebt, sprich das Rad verliert bodenkontakt, dann ist das aber bei dem kleinen Auto schon arg.
Da hilft nur ein besseres Fahrwerk, oder langsammer fahren

Das ist kein schlechtes Zeichen !

Gerade bei sportlichen Fronttreiblern sieht man das sehr oft (guck mal FIA WTCC z.B. oder irgendeinen Fahrbericht vom neuen Focus RS etc.)


Natürlich nicht im normalen Strassenverkehr , da wäre sowas schon arg übers's Ziel hinaus  :nenene:


Es geht nur darum dass auf diesem Rad fast kein Gewicht ist und deswegen kann es kaum Bremskraft übertragen und das ABS wird regeln.
Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: Ac1de am 28.07.2009, 22:53
Es geht nur darum dass auf diesem Rad fast kein Gewicht ist und deswegen kann es kaum Bremskraft übertragen und das ABS wird regeln.

Genau, da bleibt das Rad in der Luft stehen und die anderen noch nicht. Das Steuergerät erkennt wenn ein Rad plötzlich blockiert anhand einer unplausibel hohen negativen Beschleunigung - nur ob es in der Luft hängt oder auf Niedrigreibwert (z.B. auf Eis) ist, das kann es nicht wissen (es sei denn, es werden Federwege, Gierrate, Längs/Querbeschleunigung, Lenkwinkel usw. in die Berechnung mit einfließen, aber 100%ig sicher ist es nie). Wenn ein Rad blockiert und die anderen nicht, gibt es auf jeden Fall eine Regelung, und die ist auch gerechtfertigt.

Mit ABS kann man nicht nur in Kurven stark bremsen, sondern man verringert auch den Bremsweg auf gerader Strecke, daher hat das schon seinen Sinn, dass es in modernen Autos nicht abschaltbar ist. ESP und ASR sind eine andere Sache, da macht es zumindest Sinn, auf Rennstrecken etc. die Systeme aus zu machen oder andere Kennlinien zu fahren, die nur noch in schweren Notsituationen helfen.
Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: 57_homer am 29.07.2009, 07:21
... sondern man verringert auch den Bremsweg auf gerader Strecke, daher hat das schon seinen Sinn, dass es in modernen Autos nicht abschaltbar ist.

Nein! Der Bremsweg verringert sich mit ABS nicht. Der wird sogar mit ABS länger. Der Wagen bleibt mit ABS lenkbar! Ohne hättest Du mit blockierenden Rädern keine Chance den Wagen zu lenken.
Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: chain am 29.07.2009, 09:34
Zitat
Der Bremsweg verringert sich mit ABS nicht. Der wird sogar mit ABS länger.
Das kannst ganz lange mit einem Physiker diskutieren  ;D
Das hängt ja ganz extrem davon ab wie sich Roll- und Haftreibung verändern mit dem entsprechenden Reifen und Untergrund und wie gut der Fahrer ohne ABS die optimale Verzögerung erreicht.
Auf Schotter ist mit ABS der Bremsweg extrem viel länger, da sich kein bremsender Keil vor dem Reifen aufbauen kann...

Aber da kann man ohne Zweifel ganz lange diskutieren...

Ein Vorteil hat ABS: Ohne ABS habe ich schon neue Reifen bei einer Vollbremsung mit blockierenden Reifen aus 140 km/h zerstört (Riesenbremsplatten). Das passiert mit ABS nicht mehr... :)
Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: häuslebauer am 29.07.2009, 09:41
Auf herkömmlichen asphaltierten Straßen ist der Bremsweg ohne ABS nur dann kürzer, wenn Du es schaffst, über den gesamten Bremsvorgang genau den Punkt zu treffen und zu halten, an dem die Haft- in die Gleitreibung übergeht. Sprich: Kurz vorm Blockieren.
Da das aber der handelübliche, untrainierte Autofahrer wohl nicht kann, ist der Bremsweg mit ABS kürzer als ohne. Denn ein blockierender Reifen ist in der Bremswirkung ein wenig schlechter als ein nicht blockierender.
Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: Ac1de am 29.07.2009, 10:02
Auf Schotter ist mit ABS der Bremsweg extrem viel länger, da sich kein bremsender Keil vor dem Reifen aufbauen kann...

Neuere ABS Steuergeräte erkennen auch Schotter als Untergrund und regeln entsprechend anders. Aussagen über ABS, die vor 10 Jahren noch galten, gelten heute nicht mehr, da tut sich einfach zu viel, die Funktionalität hat sich mehr als verzehnfacht... es ist auch durchaus möglich, dass der Bremsweg bei ganz alten mechanischen ABS noch länger wurde - das gilt für ein modernes ABS aber nicht mehr, denn es passt sich viel besser seiner Umgebung an.
Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: jojo9696 am 29.07.2009, 10:19
@Alle
Leuter gute Postings und aus jeder spricht ein Fünkchen wahrheit.  :thumbsup:

Als Motorradfahrer verhält man sich im Straßenverkehr etwas anders als der NORMALE Autofahrer.

Natürlich gibt es auch Motorradfahrer, die fahren wie die Sau und die haben sich auch schon oft auf die Fresse gelegt,
genauso wie Autofahrer die ihr Auto ins Gebüsch geschmissen haben, weil Sie sich einfach überschätzten.

Bei denen Hilft werder ABS noch ESP noch sonst eine elektronische Regelung.
Irgendwann kann die elektronik auch nicht mehr   :P

Ich würde schon gern das ESP ausschalten, da kann man halt etwas mehr Spaß haben im Winter.
Obwohl beim dem kurzen Radstand das Driften schon schwierig ist. Da dreht man sich schneller wie ein Brummkreisel als man denkt.

Aber auf das ABS beim Auto möchte ich ehrlich nicht verzichten, Bremsplatten, Steuerbarkeit usw.

Auf den Rest der kleinen Helferlein könnte ich verzichten.

Ich hatte mal die Gelegenheit einen 911 Turbo der ersten Generation zu kaufen.
Geschäft war schon unter Dach und Fach, dann rief der Verkäufer an, war ein guter Bekannter, und meinte er könne sich von dem Auto nicht trennen.
Bei nachfrage warum, meinte er nur, mit dem neuen Turbo kann man nicht so tolle Sachen machen wie mit dem Alten, da greift dauern die Elektronik ein
und er möchte gerne noch spühren, dass er fährt.
Ich konnte es ihm nicht verdenken und denke noch heute mit wehmut daran, dass ich ihn nicht bekommen habe.
 :winsel: :winsel: :winsel: :winsel: :winsel:

Aber ich durfte ihn öfter fahren ;)
 ;D ;D ;D ;D ;D

lg
jojo



Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: Drache am 29.07.2009, 12:26
 :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:



Als Motorradfahrer verhält man sich im Straßenverkehr etwas anders als der NORMALE Autofahrer.
Habe ich auch schon gemerkt, wobei ich sagen muss, dass ich es nur von Vorteil finde. Ich habe davon profitiert, seit ich den Motorradführerschein mit 40 gemacht habe. Der Fünfi passt mir da auch sehr gut ins Konzept. Ich heize zwar nicht durch die Gegend wie eine Gestörte (hab mal ein Auto aufs Dach gelegt), aber ich kann mit dem Kleinen anders die Kurven an- und durchfahren als mit dem Corsa vorher. ABS hat schon ab und zu mal eingesetzt. ESP noch nicht, wobei ich nicht weiß, wie sich das überhaupt bemerkbar macht.

Natürlich gibt es auch Motorradfahrer, die fahren wie die Sau und die haben sich auch schon oft auf die Fresse gelegt,
genauso wie Autofahrer die ihr Auto ins Gebüsch geschmissen haben, weil Sie sich einfach überschätzten.
Das sind die, die die anderen in Verruf bringen....




Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: Felix_500 am 29.07.2009, 13:08
ESP noch nicht, wobei ich nicht weiß, wie sich das überhaupt bemerkbar macht.

Es blinkt ne Lampe am Tacho. Wobei es schlecht wäre, würdest Du in so einer Situation dort hinsehen. Der 5oo ist recht ruppig und vorsichtig. Will heißen ESP reagiert schon recht fix. Wenn man eine Kurve im Grenzbereich fährt, also wenn man langsam merkt, wie das Heck leichter wird, geht das ESP mit dem Feingefühl eines Vorschlaghammers vor und bremst dich rigoros runter. Das ist zwar schön, da es einen riesiges Sicherheitsplus bringt aber wenn man es drauf anlegt ist es halt etwas Schade.
Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: jojo9696 am 29.07.2009, 13:20
:thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

Habe ich auch schon gemerkt, wobei ich sagen muss, dass ich es nur von Vorteil finde. Ich habe davon profitiert, seit ich den Motorradführerschein mit 40 gemacht habe. Der Fünfi passt mir da auch sehr gut ins Konzept. Ich heize zwar nicht durch die Gegend wie eine Gestörte (hab mal ein Auto aufs Dach gelegt), aber ich kann mit dem Kleinen anders die Kurven an- und durchfahren als mit dem Corsa vorher. ABS hat schon ab und zu mal eingesetzt. ESP noch nicht, wobei ich nicht weiß, wie sich das überhaupt bemerkbar macht.

Das mit dem ESP probierst du am besten im Winter aus, auf einem einsammen verschneiten Parkplatz.
Wenn du dann fahrt aufnimmst und dann einlenkst und das auto will eigentlich gerade ausfahren, dann merkt das ESP durch die Lenkradstellung und die Beschleunigungskräfte, dass du eigentlich um die Kurve möchtest, das Auto aber nicht.
Einstatz ESP.
Das müsste dann dafür sorgen, dass du um die Kurve fährst.

Wenn du das im Sommer machen möchtest, dann musst du sowas wie einen Elchtest machen,
sprich schnelle Lastwechsel, damit das Heck kommt.
Das kostet aber Gummi und hört sich nicht besonders gut an wenn man sein Auto quält.  :pfeif:

Und wie immer, bitte nicht auf der Straße probieren, sondern auf abgesperrten Gelände.
Aber wie gesagt im Winter geht das besser.

Oder noch besser ist ein Fahrsicherheitstraining.
Da werden alle Facetten von Fahrsituatonen durchgespielt.
Habe ich persönlich noch nicht gemacht, aber das was ich von Erzählungen her weis, ist das nicht schlecht.
Bietet der ADAC an und natürlich im eigenen Fahrzeug  ;D

Da kann man dann alles ausprobieren und merkt gleich was sein Auto kann oder nicht.

So das war zwar alles leicht  :topolino: aber irgendwie gehört es ja auch dazu.

in diesem Sinne
viel Spaß beim ESP und ABS Test
 ;D
Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: Bella Ragazza am 30.07.2009, 20:36
Zum Abschalten des ABS/ESP:

Beim Sicherheitstraining hat das der gute Mann damals über den Zündschlüssel erledigt. War ein guter alter Bravo mit ABS. Eine Seite trocken, die andere nass. Mit ABS kaum Bremswirkung, aber freihändig geradeaus. Ohne ABS (Zündung aus) konnte ich von drinnen allerdings die Anzahl der Umdrehungen nicht mehr mitzählen.
Dummer Weise geht bei der Methode auch der Bremskraftverstärker und die Servo flöten.... und wenn der Schlüssel rausfällt/rausgezogen wird...  >:D

Zum anderen dürfte es eine Sicherung für ESP/ABS geben. Wobei im öffentlichen Straßenverkehr die Betriebserlaubnis erlöschen dürfte.

Die ganzen Geschichten, dass der Bremsweg länger wird stimmen zumindest bei den alten und "billigen" ABS-Varianten.
Continental z.B. ist in der Lage die neuen ESP/ABS-Generation super auf das ganze Auto abzustimmen. Da gibt es auch mit ABS ordentliche (durchgängige) Streifen auf der Straße. Split und schlechte Straßen werden ebenso berücksichtigt. Je nach dem, was der Kunde (Autohersteller) aus dem Baukasten wählt, ist die aktuelle ESP(ABS)-Generation dem 0-8-15 Fahrer weit überlegen.

Das ESP vom 500 ist jedenfalls vernünftig abgestimmt. Also wer im 500 mit ESP in der Kurve bremsen muss --> immer rauf mit den Füßen auf die Bremse!
Den 500 ohne ESP hab ich noch nicht unter den Hintern bekommen, aber geradeaus geht es schon lange nicht mehr. (außer man ist ohnehin zu schnell für die Kurve)
Theoretisch ist es im Grenzbereich möglich, dass man ausgekuppelt relativ sauber durch eine Kurve kommt, wogegen ein Bremseingriff dazu führt, dass man die Kurvenbahn verlässt.

Das mit dem Geradeaus bei ABS-Einsatz in der Kurve - ohne, dass man zu schnell war - gab es übrigens (in der Entwicklung) wirklich.
In der Kurve dürfen die kurveninneren Räder nicht so doll abgebremst werden wie die äußeren. (Weil sie entlastet sind) Erkennt man (das ABS) also die Kurvenfahrt und baut weniger Bremsdruck auf der kurveninneren Seite auf, gibt es das Problem, dass zu wenig Bremskraft auf der Innenseite herrscht. Übertreibt es das ABS damit, bremst das Auto einseitig und zieht nach außen. Dazu kommen noch Phänomäne wie Über- und Untersteuern vor/in und aus der Kurve heraus. Aber hey, darüber ist man längst hinaus...
Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: Felix_500 am 30.07.2009, 20:41
Eigenartige Methode. Ich war mal mit meinem Vati. Das war aber eher ne Vorführung von Sicherheitselektronik. Auf jeden fall hatte die einfach das ABS-Steuergerät abgeklemmt. Es ist schon wenig realistig den Motor abzuschalten.
Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: ruescherl am 30.07.2009, 20:56
Ach, Ihr braucht nur neue Reifen zu wollen  ;D
Dann einfach ganz oft versuchen die Räder durchdrehen zu lassen. Nach einiger Zeit schaltet sich das ABS/ESP aus, weil es zu heiß ist....
Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: chain am 30.07.2009, 21:58
Hätte ich mir mal mein C-MAX im Schnee gewünscht. Der greift ein bis die Bremsen rauchen...
Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: Rennmaus am 22.08.2009, 17:04
Hallo Leute zum ABS:

Also habe meinen jetzt ca. 3 Wochen. Von Anfang an knarzte ab und zu die bremse und es fühlte sich bei mir so an, als wenn sich das ABS eingeschaltet hat. Ich habe übrigens auch eine ganz steile Tiefgarage und immer (oft) an der Kuppe oben war`s dann wieder so, oder wenn ich über Huckel auf der Straße gefahren bin oder langsam gebremst habe. Bin daraufhin zu meinem Händler. Ergebnis:

Der hat mein Auto drei Tage lang Probegefahren, bis er es auch mehrere Male gemerkt hat (natürlich kams nicht gleich auf, da Forführeffekt, ihr kennt es)  :plemplem:

Auf jeden Fall hat mein Händler gesagt, dass das ABS wohl ne Macke hat und daher bekomme ich jetzt ein komplett neues ABS- Steuergerät!! Supi  :D

grüßle
Titel: Re: Ansprechverhalten ABS
Beitrag von: F-500 am 22.10.2009, 13:39
Jo, selbes Problem hab ich auch. Selbst bei Schrittgeschwindigkeit fängt das ABS an zu regeln, wo es überhaupt nix zu regeln gibt. Bei höheren Geschwindigkeiten ist alles i.O.

Ganz klar ein Defekt im ABS-System. Fängt ja schon gut an, Auto hat noch keine 200km gelaufen. :nenene:

Gruß F-500