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Autor Thema: 3.Gang Getriebegeräusche  (Gelesen 9102 mal)

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dr.drift

  • Gast
3.Gang Getriebegeräusche
« am: 30.06.2008, 08:34 »
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Folgendes Problem:
Beim herunterschalten in den 3.Gang direkt aus dem 5. oder 6. kracht/knirscht es häufig, so wie als würde man die Kupplung nicht ganz getreten haben und die Zähne schleifen aneinander.

Aus dem 4. oder 2. ist es kein Problem.

Ist das auch schon mal aufgefallen oder bemerkt worden?

chain

Re: 3.Gang Getriebegeräusche
« Antwort #1 am: 30.06.2008, 09:50 »
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Am Anfang hats etwas gehakelt. Nach 3000 km läuft alles wie in Butter...
500, Abarth 500, Abarth 595C Turismo, Abarth 124 Spider

ID500

  • Gast
Re: 3.Gang Getriebegeräusche
« Antwort #2 am: 30.06.2008, 09:58 »
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Hatte am Anfang auch einen leicht kratzigen 3. Gang. Jetzt nach knapp 4000km exakt und butterweich.
Nur beim extrem starken Beschleunigen bemerkt man, daß die Synchronisation vom 1. auf 2. Gang
nicht das Gelbe vom Ei ist. Es kracht vernehmlich. Also wird in solchen Fällen  von mir doppelgekuppelt ;D

dr.drift

  • Gast
Re: 3.Gang Getriebegeräusche
« Antwort #3 am: 30.06.2008, 10:50 »
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Hab über 7000 km drauf - also kanns am einfahren nicht liegen...

ID500

  • Gast
Re: 3.Gang Getriebegeräusche
« Antwort #4 am: 30.06.2008, 11:24 »
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Möglich wäre eine nicht exakte Führung des Schalthebels beim Schaltvorgang bei erhöhter Drehzahl.
Eine weitere Möglichkeit eine schlechte/defekte Synchronisation des Getriebes.

Versuch es mal beim Runterschalten mit Doppelkuppeln. Sollte das Krachen/Knirschen dann weg sein, liegt es an der Synchronisation

nima

  • Gast
Re: 3.Gang Getriebegeräusche
« Antwort #5 am: 30.06.2008, 11:28 »
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Versuch es mal beim Runterschalten mit Doppelkuppeln. Sollte das Krachen/Knirschen dann weg sein, liegt es an der Synchronisation

Mal eine blöde Frage, was ist Doppelkuppeln? Mit zwischen Gas arbeiten?

ID500

  • Gast
Re: 3.Gang Getriebegeräusche
« Antwort #6 am: 30.06.2008, 12:00 »
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Nein ohne Zwischengas. Beispiel: Schaltest Du vom 3. in den 4. Gang, Kupplung treten, in den Leerlauf schalten,
Kupplung ganz kommen lassen, Kupplung treten, 4. Gang einlegen. Natürlich blitzschnell. Das ganze kann natürlich
noch mit Zwischengas kombiniert werden. ;D
Natürlich auch beim Runterschalten. Bei hoher Motordrehzahl und Gangwechsel kann es leicht zu den unliebsamen
Geräusch kommen, sollte die Synchronisation nicht ganz astrein sein.
Beim Einlegen des Rückwärtsganges und erhöhter Motordrehzahl im Stand, kommt es beim schnellen Einlegen öfters einmal zu unliebsamen Geräuschen.

Bedenke: Schalten ist kein Geheimnis, es darf wahrgenommen werden ;D ;D ;D

Roadrunner69

  • Gast
Re: 3.Gang Getriebegeräusche
« Antwort #7 am: 30.06.2008, 12:44 »
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Beim Einlegen des Rückwärtsganges und erhöhter Motordrehzahl im Stand, kommt es beim schnellen Einlegen öfters einmal zu unliebsamen Geräuschen.

Das liegt aber daran, daß der Rückwartsgang nur teilsynchronisiert, alle anderen Gänge aber vollsynchronisiert sind!  8) ;)

Hatte am Anfang auch einen leicht kratzigen 3. Gang. Jetzt nach knapp 4000km exakt und butterweich.
Nur beim extrem starken Beschleunigen bemerkt man, daß die Synchronisation vom 1. auf 2. Gang
nicht das Gelbe vom Ei ist. Es kracht vernehmlich. Also wird in solchen Fällen  von mir doppelgekuppelt ;D

Klaro - Aalener Füße udn Pariser Schuhe!!  ;D ;D

Mal eine blöde Frage, was ist Doppelkuppeln? Mit zwischen Gas arbeiten?

Doppelkuppeln gehörte früher bei den unsynchronisierten zur Tagesordnung.
Da die Getriebeeingangswelle (die direkt mit dem Motor verbunden ist) und die Getriebenebenwelle durch die Übersetzungen unterschiedliche Drehzahllen haben, musste man diese beim Schalten mit Doppelkuppeln und Zwischengas auf die gleiche Drehzahl bringen, ansonsten gabs herrliche Geräusche die Herbert von Karajan zu Höchstleistungen im Mittelohrbereich getrieben hätten!
Alter Spruch hierzu: Gruß von der Kupplung, der Gang kommt gleich!  ;D

Aber frag mal den Steuermann, der hat bestimmt Erfahrungen mit solchen Schaluppen gemacht, bevor er auf der Pearl angeheuert hat!  ;) ;D

ID500

  • Gast
Re: 3.Gang Getriebegeräusche
« Antwort #8 am: 30.06.2008, 12:53 »
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Klaro - Aalener Füße und Pariser Schuhe!!  ;D ;D
Sagt der Captain, welcher in der Regel nur das Vorsegel gesetzt hat und Kater Mikesch Stiefel trägt ;D

Toelja

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Re: 3.Gang Getriebegeräusche
« Antwort #9 am: 30.06.2008, 13:41 »
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Aber frag mal den Steuermann, der hat bestimmt Erfahrungen mit solchen Schaluppen gemacht, bevor er auf der Pearl angeheuert hat!  ;) ;D

Wie Recht Du wieder hast. Dreizehn Jahre LKW mit unsynchronisiertem Getriebe hinterlassen ihre Spuren. Und wenn dann denkt, daß man es kann, sollte man mal einen Lloyd LP 250 fahren.  :D Sein Spitzname war Prüfungsangstauto. Denn den geräuschlos zu schalten war für einen Fahrschüler fast unmöglich.

Wenn die Synchronisation defekt ist, oder überhaupt nicht vorhanden, kann man mit Doppelkuppeln dennoch geräuschlos schalten. Je größer der Gang, desto leichter geht es. Je älter das Getriebe ebenso. Wie schon beschrieben beim Hochschalten auskuppeln, Gang raus, einkuppeln, auskuppeln, nächst höheren Gang rein, einkuppeln. Beim Hochschalten Gas zu geben ist absolut verboten. Zumindest für Anfänger. Später kann es leicht unterstützend mit eingesetzt werden.

Beim Runterschalten auskuppeln, Gang raus, einkuppeln, Gas geben bis zur Anschlußdrehzahl des nächsten Ganges, auskuppeln, Gang rein, einkuppeln. Je größer der Gang und je älter das Getriebe, umso leichter geht es.

Grundsätzlich ist Schalten keine Schande, jeder darf es hören.  ;D Wenn man das liest, hört es sich kompliziert an. Wenn man es übt und der Vorgang erst mal sitzt, dann geht das blitzschnell. Auf dem LKW hat das so geflutscht, daß ich manchmal nicht sagen konnte, habe ich nun einmal oder zweimal gekuppelt? Man bekommt dabei auch Gefühl für das Getriebe. Wenn man ohne Hektik arbeitet, kann man mit dem Schalthebel regelrecht die Getriebzähne zählen. Klingt jetzt lustig, ist aber tatsächlich so. Gerade bei den großen Getrieben eines LKW ging das Schalten mit Doppelkuppeln schneller als mit den irgendwann erhältlichen synchronisierten. Außerdem sind synchronisierte Getriebe etwas für Weicheier.  ;D

Bei PKWs war es in den 50ern auch oft üblich unsynchronisierte Getriebe zu verbauen, da weniger Technik und weniger Material auch weniger Kosten bedeuteten. Gerade auf die kleinen PKWs traf das zu, wie bei der Isetta oder den Lloyds mit Zweitaktmotor. Bei größeren PKWs wie dem VW Käfer hat man nur ein bißchen gespart, da war nur der erste Gang unsynchronisiert. Der Rückwärtsgang war früher eigentlich generell unsynchronisiert, aber den legte man ja auch nur im Stand ein. Selbst wenn der Rückwärtsgang heute teilsynchronisiert sein sollte, man sollte ihn trotzdem nur im Stillstand einlegen.

Ach so, bei meinem 500er habe ich festgestellt, daß ich mit meinen großen Füßen den Fuß im Anfang zu weit links auf das Kupplungspedal setzte und dann ließ es sich nicht ganz durchtreten. Da hakte das beim Schalten auch leicht. Richtig drauf- und dann auch durchgetreten flutschen die Gänge butterweich.
Wenn einer richtig gut ist, zahlt sich das aus.
Und wenn ich etwas transportieren will, nehme ich den Ducato!

Wer kleine Hunde nicht liebt, liebt auch die Menschen nicht.