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Autor Thema: Ein erster Erfahrungsbericht  (Gelesen 1067 mal)

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Ein erster Erfahrungsbericht
« am: 11.03.2021, 17:18 »
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Grüß Gott noch einmal aus dem Allgäu! Sooooo, wo fange ich an?? Mit dem Positiven! Der 500c  E La Prima ist ein liebevoll designtes und gut verarbeitetes Stadtauto. Details erspare ich mir, hier im Forum gibt es ja auch Videos und Tests habt Ihr sicher gelesen oder geschaut. Wir hatten eben schon mal einen 500c und dann einen Abarth Competizione, powered by Mazza. Vom Abath mit der legänderen Record Monza kommend, ist das geräuschlose Anfahren im 500e immer noch einfach Staunen. Dass das Drehmoment sofort anliegt und einen durchaus in den Sitz pressen kann (sagen wir 0-40 km/h) erhöht die Begeisterung.
Alles wirkt durchdacht und zaubert einem immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Passanten und Nachbarn ebenso! Ehe ich mir eine geförderte 11 KW Wallbox installieren lasse, habe ich für günstiges Geld eine neue „Easy-Wallbox“ von Fiat geholt. Die ist einfach an die normale 230 Volt Steckdose anzuschließen, hat das passende Kabel und lädt langsam, aber sicher und schonend über Nacht das Auto. Für unsere Zwecke als fast reines Stadtauto völlig ausreichend, einmal die Woche aufladen hat bisher gereicht. Klar kommt nun die Frage nach der Reichweite, die verärgert viele Neubesitzer, die sich zu all den Problemen bisher auf 61 Seiten bei goingelectrik über die (Software)Mängel auslassen, dazu später mehr….
Also bei den immer noch kühlen Temperaturen im Allgäu mit Minusgraden, taucht im Tacho als Reichweite bei 100% Ladung stets 260 km auf. Wann und ob das auf die 320 km Prospekt Reichweite umspringt, keine Ahnung. Ist sowieso nur ein Fantasiewert, der wahrscheinlich bei 25 Grad und konstant 50 kmh erreicht worden ist. Ich kann keine genauen Reichweiten liefern, dazu sind wir noch zu wenig gefahren und habe ich natürlich auch nicht bis auf 0% ausprobiert. Geschätzt dürften es bei diesen Temperaturen momentan höchsten 160 km sein. Für uns ausreichend, Pendler fühlen sich dennoch verarscht und damit sind wir bei den negativen Eigenschaften. Wie geschrieben, liest man all die Probleme auf goingelectric durch, wird einem Angst und Bange! Manche haben sieben Wochen das Auto, drei Wochen davon stand es in der Werkstatt. Das Hauptthema sind Software Probleme. Auto hupt plötzlich ohne Grund, Radio geht nur im Rückwärtsgang, der Spurhalteassistent zieht gerne in den Gegenverkehr, plötzliches Abbremsen durch irgendeinen Assistenten, Disco-Leuchten aller Warnhinweise und Umschalten in den „Schildkrötenmodus“, den nur die Werkstatt resetten kann, der aber auch – oh Wunder- über Nacht einfach verschwinden kann…. Das nur ein paar Beispiele, bisher soll es drei Rückruf-Updates geben, ich wurde noch nicht angeschrieben und werde mich hüten, das momentan zu machen, da unserer eigentlich brav läuft und die ersten Berichte nach den Updates die diversen Probleme nicht löst. Hinzu kommt, dass viele (oder eher alle) Fiat Händler mit dem Auto völlig überfordert sind, da sie es nun mit einem fahrenden Computer zu tun haben und der Laptop wichtiger ist, als ein Schraubenschlüssel. Oftmals wurde nur ein Mitarbeiter zu den Schulungen geschickt, ist der weg oder hat es vergessen, steht der Wagen auf dem Hof und der Händler hofft auf eine Idee aus Italien. Wie geschrieben, einfach mal nachlesen, aber bitte nicht frustrieren lassen. Klar ist es ärgerlich, wie viele schreiben, dass ein fast 40.000,-€ teures Auto so fehlerbehaftet verkauft wird und die Fahrer Beta-Tester sind. Einige haben nun auch Rechtsanwälte eingeschaltet und wollen den Wagen wieder zurückgeben. Die meisten beenden aber ihre schmerzhafte Aufzählung an Bugs aber stets mit dem Hinweis, „was für ein wunderschönes Auto, das einfach nur Spaß macht und wir lieben ihn trotzdem“. Da die bisher aufgetretenen Fehler eigentlich mit Software Updates gelöst werden könnten, hoffen natürlich alle auf das „große Wunderupdate“. Beschwerdemails werden gesammelt nach Italien zum Kundenservice geschickt oder gleich direkt an die Deutschland Chefin, deren persönliche E-Mail Adresse findige 500e Besitzer auch bereits herausbekommen haben. Wird es nun wärmer, entfällt wenigstens bei vielen das programmierte Vorheizen, das regelmäßig zur eingestellten Zeit (bei manchen 5 Uhr früh) zum loshupen der Alarmanlage geführt hat, was die Nachbarn auf Dauer auch nicht so prickelnd finden und die Betroffenen schließlich verärgert gleich die ganze Sicherung herausnahmen und nun halt ohne Hupe fahren….

FAZIT: Der 500e La Prima ist ein Auto, das Leidenschaft im wahrsten Sinne des Wortes erfordert. Sieht man über die ärgerlichen Kinderkrankheiten hinweg, belohnt der Wagen mit einem Fahrgefühl, der einem Zauber gleicht. Und jedes Mal, wenn das Auto nach dem Start bei 20 kmh die Titelmelodie eines Fellini-Filmes wie ein italienischer Eiswagen in die Umwelt trällert, ist es da, dieses Lächeln und die Gewissheit, das schönste, beste, befriedigendste Auto der Welt gekauft zu haben…..
500e La Prima Cabriolet ozeangrün
ex Abarth 595 Competizione by Mazza
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tompeter

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Re: Ein erster Erfahrungsbericht
« Antwort #1 am: 11.03.2021, 19:25 »
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Mir gibt der Bericht das Gefühl, dass meine Frau Ihren TA noch ein paar Jahre fahren wird...

Probefahren schon vorher, aber kaufen sicherlich noch nicht. Da warten wir lieber bis die Testreihen der Erstkäufer abgeschlossen sind.

Und ich persönlich bleibe dem Abarth treu: erprobte Technik, lange Bauzeit, da macht man nichts falsch.

Gruß
Thomas
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Wolfmother71

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Re: Ein erster Erfahrungsbericht
« Antwort #2 am: 11.03.2021, 19:57 »
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Und genau diese Probleme mit Assistenten zeigen mir das ich keine will.
Rerun van Pelt: 01.08.2017
Abarth 595 Custom als Cabrio, 145 PS, Trofeo Grau, K&N Luftfilter, Chromringe, Lederüberzug Handbremse, Ledercover Sonnenblenden, Eibach Pro Kit, 595 Badge, Rerun Badge, Skorpion Badge, G-Tech GT-S278-114rot.

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Re: Ein erster Erfahrungsbericht
« Antwort #3 am: 11.03.2021, 20:17 »
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Auf diversen YouTube Videos werden die Assistenten eigentlich durchweg gelobt . Ich müsste aber auch kein Level 2   fahren haben .
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Dr.Schraube

Re: Ein erster Erfahrungsbericht
« Antwort #4 am: 10.06.2021, 19:19 »
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Moin,
 meiner ist nun auch nach 5 Wochen Betriebszeit seit Zulassung und schon 2100Km  zum 2. Mal zur Fehlerbereinigung in der Werkstatt. Immerhin bekam ich einen durch Fiat freigegebenen Miet/ Ersatzwagen :o
Mein 500E in Cabrio Variante  fürt auch ein putziges Eigenleben welches mir als Betatester schon einiges an Gelassenheit abgefordert hat.
Am Abholtage  Abends eine Runde durch unsere Kleinstadt -  legt der kleine völlig unvermittelt  und mit einer grandiosen optischen und Akustischen mir bisher unbekannten Darbietung eine Vollbremsung hin  das es mein Abendessen vom Beifahrersitz bis in die letzte Ecke vom Fussraum verbracht hat. Der Taxifahrer hinter mir fand das wenig erheiternd und so beschloss ich die kleine Rennratte dem Händler nochmals zuzustellen woraufhin die berühmten 3 Updates  ....angeblich.. eingespielt wurden. Das einzige was danach besser wurde... er will immer noch mehrfach täglich Notbremsen und zeigt mir das auch akustisch und optisch sehr imposant an- einzig den Bremsvorgang, DEN löst er nimmer aus, was ich verstörend finde denn ein Autonomer Notbremsassisten der nicht Bremst taugt nichts.......... ob dies Einfluss auf die Betriebszulassung hat mag dahingestellt sein. Weiter ist auch bei mir der Spurhalteassisten derzeit den Namen nicht Wert- er kommt mir manchmal vor als wenn ein besoffener Beifahrer willkürlich ins Lenkrad greift! Audio Probleme gibt´s natürlich auch, regelmäßiges Resetten der Unterhaltungs Maschinerie ist Standart - und mittlerweile bekomme ich die dann fälligen Neueinstellungen eigentlich innehalb einer Mittagspause ganz gut wieder hin.  Nun ist Watzl.....so sein Name..... zum 2. Male zum Boxenstopp- angeblich mit Werksgeführter Diagnose... soll ca eine Woche dauern. Werde hier dann mal weiter Berichten wie es so  weiter läuft damit. Ach ja: zum Thema Reichweite, ich konnte Feststellen, das der anfänglich gewöhnungsbedürftige " Range" Fahrmodus in meinem Falle nicht unerheblich zur Reichweitenoptimierung beiträgt- 255km im Stadt/ Überlandgemisch bei noch 13% Restkapazität ....... das ganze im kühlen Mai fand ich für den Hocker ganz ok.
So, bis bald mal
« Letzte Änderung: 10.06.2021, 19:34 von Dr.Schraube »

Re: Ein erster Erfahrungsbericht
« Antwort #5 am: 10.06.2021, 19:22 »
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Wir sind nicht allein :hehehe: Vielen Dank für deine Erfahrungen!
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tompeter

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Re: Ein erster Erfahrungsbericht
« Antwort #6 am: 10.06.2021, 21:06 »
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Wir sind nicht allein :hehehe: Vielen Dank für deine Erfahrungen!

Und ich bewundere euren Pioniergeist.

Eigentlich müsste Fiat...äh Stellantis euch ein Testfahrer-Gehalt zahlen.

Der 500C meiner Frau mit 105 PS läuft seit 3 Jahren ebenso problemlos wie mein Abarth seit anderthalb.

Vor allem solche Dinge wie ausfallende Assistenzsysteme, auf die sich der immer mehr abstumpfende Autofahrer bei Vorhandensein immer mehr verlässt, sind eine Gefahr auch für die anderen Verkehrsteilnehmer.

Eigentlich müsste man den Gurken bis zum Abstellen dieser Software- Probleme die Zulassung zum Straßenverkehr entziehen und euch Ersatzwagen stellen.

Also mein Vertrauen wäre dahin, bei aller Liebe zum 500er.

Mag den E optisch leiden, sowohl außen als innen, aber selbst ein LADA vor 30 Jahren war zuverlässiger ( auch durch die hohe Kunst des Weglassens) als diese technoiden Ausgeburten übermotivierter Informatiker.

Wieso baut man den nicht einfach mit Batterie und sonst wie ein normales Auto?
Oder macht mal ein Praktikum bei Toyota, die wissen ja, wie es geht...
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Re: Ein erster Erfahrungsbericht
« Antwort #7 am: 10.06.2021, 22:48 »
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Danke halte uns weiter auf dem laufenden .
Bei meiner Probefahrt hat der Notbremsassistent einwandfrei funktioniert  :pfeif:
Das Geld fürs autonome fahren würde ich lieber in ein Schiebedach stecken . :)
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